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Jahressteuergesetz: Vorteile und Pflichten für Unternehmer ab 2019

Das neue Gesetz hält für 2019 einige Neuerungen bereit. Wir haben eine Übersicht der wichtigsten Änderungen erarbeitet und erklären, worauf Sie als Unternehmer jetzt achten müssen.

Steuerbefreiung für Job-Tickets 

Ab dem 1. Januar 2019 gilt eine generelle Steuerbefreiung für Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr sowie im öffentlichen Personennahverkehr – und schließt auch private Fahrten ein. Die künftige Steuerfreiheit nennt keine Maximalhöhe, über die Höhe der Zuschüsse zu den Jobtickets ihrer Beschäftigten können Arbeitgeber in Zukunft also frei entscheiden. Das hat zudem den Vorteil, dass die bisherige Freigrenze von 44 Euro gegebenenfalls anderweitig für Sachbezüge genutzt werden kann (zum Merkblatt „Steuerfreie Arbeitgeberleistungen“). Allerdings werden steuerfreien Leistungen für Job-Tickets mit der Entfernungspauschale verrechnet.

Steuervorteile für die Privatnutzung von Elektro- und Hybrid-Dienstwagen 

Bisher müssen Arbeitnehmer privat genutzte Dienstwagen mit einem Prozent des inländischen Listenpreises pro Kalendermonat versteuern. Für Elektroautos, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden, sinkt dieser Wert nun auf 0,5 Prozent. Die Neuregelung gilt auch für extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (Voraussetzung: Mindestreichweite von 40 km oder eine Höchstemission von 50 g CO2 pro km). 

Steuerbefreiung für die Privatnutzung von Dienstfahrrädern 

Ab dem 1. Januar 2019 bleiben Vorteile aus der Überlassung eines betrieblichen - auch privat nutzbaren - Fahrrads vom Arbeitgeber zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn steuerfrei! Die Steuerbefreiung gilt auch für Elektrofahrräder (es sei denn, dieses wird verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug eingeordnet). Anders als bei der Steuerbefreiung für Job-Tickets erfolgt hier keine Anrechnung auf die Entfernungspauschale.

Zertifizierungspflicht für Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung 

Die Lohnsteuerfreiheit der betrieblichen Gesundheitsförderung wird künftig eine Zertifizierung von Maßnahmen der Verhaltensprävention (gemäß dem Leitfaden der Krankenkassen) voraussetzen. Diese geplante Verschärfung könnte in vielen Fällen dazu führen, dass die Maßnahmen gar nicht mehr durchgeführt werden – nicht zuletzt, da bei vielen Beschäftigten die Bereitschaft zur Teilnahme stark schwindet, wenn sie dafür höhere Steuerabzüge hinnehmen müssen. Grundsätzlich gilt dies für alle maßgeblichen Sachbezüge ab dem 1. Januar 2019.

Neuregelung des Verlustabzugs bei Körperschaften 

Die Verluste einer Körperschaft (GmbH) gehen in Zukunft nicht mehr anteilig unter, wenn innerhalb von fünf Jahren mehr als 25 Prozent und bis zu 50 Prozent der Anteile übertragen werden. Anzuwenden ist diese Änderung für Anteilsübertragungen nach dem 31. Dezember 2007. Im Hinblick auf den anteiligen Untergang des Verlustes gilt auch keine zeitliche Begrenzung bis zum 31. Dezember 2015 mehr. 

Den Gesetzesbeschluss zum Jahressteuergesetz finden Sie anbei zum Download.